Rechtsprechung verfolgen mit „Vienna“

Eigentlich möchte ich auf diesem Blog rechtliche und rechtspolitische Themen diskutieren. Leider bin ich bis jetzt noch nicht dazu gekommen, entsprechende Artikel zu verfassen. Deswegen hier noch einmal ein eher technischer Artikel.

Als Rechtsanwalt ist man verpflichtet, sich stets über aktuelle Entwicklungen in der Rechtsprechung zu informieren. Das machen einem zumindest die Bundesgerichte mittlerweile eigentlich auch recht einfach: Sie stellen Ihre wichtigsten Entscheidungen mittlerweile ins Web. Sie werden häufig von Pressemitteilungen begleitet, die die Kernaussagen in komprimierter Fassung enthalten und deren Lektüre ich daher durchaus für empfehlenswert halte. Nun ist es aber ja leider so, dass man als Rechtsanwalt grundsätzlich keine Zeit hat. Wie also checke ich möglichst effizient, was es Neues gibt, und ob für mich was Relevantes dabei ist?

Ein bewährter Ansatz ist die Verwendung eines RSS-Feedreaders. Obwohl ich aus bestimmten Gründen einen Mac verwende, bevorzuge ich eigentlich freie Software, wenn es geht. Was das ist und warum ich es bevorzuge, erkläre ich gerne ein anderes Mal. Leider musste ich feststellen, dass die Auswahl an freien Feedreadern für Mac OS X recht begrenzt ist. Ich entschied mich schließlich für den unter der Apache 2-Lizenz stehenden Vienna. Er ist zwar bei den Features eher bescheiden, läuft aber recht flott und stabil und bringt eigentlich alles mit, was man braucht. Er ist zudem in Objective-C und mit Cocoa programmiert und macht dementsprechend auch optisch einen halbwegs schlanken Fuß, und das will man dann ja irgendwie auch, wenn man schon einen Mac hat.

Wie also bringe ich Vienna nun dazu, mir bespielsweise zu berichten, was es Neues aus Karlsruhe gibt? Im Browser meines Vertrauens öffne ich die Seite des Bundesverfassungsgerichts:

http://www.bundesverfassungsgericht.de

Dort wähle ich nacheinander die Seiten Pressemitteilungen und Entscheidungen an. Dort steht jeweils was von RSS-Newsfeeds. Rechtsklick und „Link-Adresse kopieren“ (oder wie auch immer dein Browser das wohl nennen mag). Jeweils, wenn ich eine Link-Adresse kopiert habe, wechsel ich rüber zu Vienna. Dort klicke ich auf das „+“-Symbol links oben. Damit teile ich Vienna mit, dass ich einen neuen Feed abonnieren möchte, und er erkundigt sich sodann nach den Details. Als „Quelle“ gibt man „URL“ an, in das Textfeld darunter fügt man mit Schnörkel-V den eben kopierten Link ein, falls das erforderlich sein sollte, was meistens nicht der Fall ist, weil Vienna meistens schon erahnt, was man vorhat, und bereits vorher den richtigen Link einträgt. Jetzt noch ein Klick auf „Abonnieren“ und schon geht es los: Das Fenster füllt sich mit Pressemitteilungen und/oder Entscheidungen des BVerfG.

Das soll so ähnlich auch bei anderen Bundesgerichten funktionieren, habe ich mir sagen lassen. Leider weist der BGH auf seiner Seite daraufhin, dass die Entscheidungen nur zur nicht gewerblichen Nutzung kostenfrei zur Verfügung gestellt werden. Wollt ihr sie also gewerblich nutzen, werdet ihr wohl leider dafür zahlen müssen, fürchte ich… 😉

Viel Spaß beim Lesen!

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