Zerkratzte Bildschirme

Von einer interessanten und für Verbraucher erfreulichen Entscheidung des Landgerichts Hamburg berichtet heise online: Ein Softwarehersteller vertrieb eine Flugbuchungssoftware, die von den öffentlichen Webseiten diverser Fluggesellschaften Informationen über die von diesen angebotenen Flüge „zusammenkratzte“. Ein sogenannter Billigflieger wähnte sich hierdurch in seinen Urheberrechten verletzt und erhob Klage – laut heise ohne jeden Erfolg.

Auch Datenbanken genießen urheberrechtlichen Schutz, dies steht sogar ausdrücklich im Urheberrechtgesetz. Weiter steht dort auch noch, dass bestimmte Nutzungen der ganzen Datenbank oder wesentlicher Teile derselben dem Hersteller der Datenbank vorbehalten sind.

Darauf berief sich offenbar die klagende Fluggesellschaft. Zu Unrecht, wie das LG Hamburg dem Bericht zufolge meinte. Denn wenn, wie im vorliegenden Fall, eine Software nur konkrete Kundenanfragen verarbeiten würde, so seien keine wesentlichen Teile der Datenbank betroffen.

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