Top-Thema „Zensus 2011“

Das neue Jahr hat gerade erst begonnen, da muss ich feststellen, dass sich ein Trend, der sich bereits im letzten Jahr in den Statistiken dieser Website deutlich abzeichnete, auch im neuen Jahr fortsetzt oder sogar verstärkt. Meine beiden Artikel zum „Zensus 2011“ sind nach wie vor diejenigen Postings meines Blogs mit der höchsten Zugriffszahl. Das ist freilich an und für sich wenig erstaunlich, denn wir schreiben nunmehr das Jahr 2011, und die Volkszählung steht vor der Tür.

Dass mir der anstehende Zensus anhaltend hohe Zugriffszahlen beschert, obwohl ich hier bislang wenig wirklich Gehaltvolles dazu geschrieben habe, liegt zum einen wohl daran, dass es mir hier wohl tatsächlich ganz gut zu gelingen scheint, Googles Stärken und vor allem Schwächen auszunutzen – „Search Engine Optimization“ (SEO) nennt man das auf Neudeutsch. Es ist aber zum anderen sicherlich auch ein Indiz dafür, dass es erfreulicherweise anscheinend immer noch zahlreiche Bürgerinnen und Bürger gibt, denen ihre persönlichen Daten ebenso wie ihre Bürgerrechte nicht egal sind.

Warum aber meine Zurückhaltung bei diesem Thema? Wer sich beispielsweise die Darstellung meiner Leistungen auf dieser Website ansieht, wird dort nichts zu diesem Thema finden.

Ich nenne es Vorsicht, wer will, darf es auch Feigheit nennen, aber ich möchte nichts versprechen, was ich nicht halten kann. Ich habe geschrieben, dass das BVerfG sich nicht abschließend zur Rechtmäßigkeit der Volkszählung geäußert hat, und also eine weitere Verfassungsbeschwerde möglich wäre. Ich weiß jedoch, dass die an diesem Verfahren auf Seiten der Beschwerdeführer Beteiligten sehr viel Arbeit und Mühe in dieses Verfahren investiert haben. Wenn es dann trotzdem letztlich in Karlsruhe nur für eine Ohrfeige gereicht hat, dann wäre es schon ziemlich vermessen, würde ich ernsthaft behaupten wollen, dass ich mehr Erfolg gehabt hätte.

Ob es erfolgversprechend sein könnte, sich gegen die Befragung zu wehren, sollte im Einzelfall genau geprüft werden. Wer sich hier ernsthaft auf eine ergebnisoffene und nüchterne Betrachtung der Sach- und Rechtslage mit Prüfung der möglichen Verteidigungsmittel und ihrer Erfolgsaussichten einlassen möchte, darf mich hierzu gerne kontaktieren. Pauschal versprechen kann und werde ich hier aber nichts.

Unabhängig von alledem würde mich jedoch der Sachstand interessieren: In der letzten Woche wiesen meine Zugriffsstatistiken eine auffällige Spitze auf. Sind möglicherweise die ersten Anschreiben versandt worden? Ich würde mich hierzu über Hinweise und Rückmeldungen sehr freuen und gegebenenfalls auch gerne – freilich anonymisiert – darüber berichten wollen.

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